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Für Brautpaare ist das Anschneiden der Hochzeitstorte der Höhepunkt des Hochzeitsessens. Um die Hochzeitstorte ranken sich viele Bräuche, denn ihren Ursprung kann man bis in das antike Rom zurückverfolgen. Hier wurde ein Mandelkuchen gebacken, der dann über dem Kopf der Braut zerbrochen wurde. Die Gäste sammelten die Krümel auf und verzehrten sie. Dieses Ritual um die Hochzeitstorte sollt Glück und Gesundheit bringen. Heute sind die Bräuche mit weniger „Sauerei“ verbunden. So liegt beim Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand des Bräutigams und die der Braut auf dem Messergriff. Die Tradition besagt, wer dabei seine Hand oben hat, der hat auch in der Ehe das Sagen. Meist ist das Messer mit einer Schleife verziert, um diesem Augenblick mehr Romantik zu verleihen. Traditionell ist das Backen der Hochzeitstorte die Aufgabe der Mutter, Oma oder die des Konditors. In keinem Fall darf die Braut die Hochzeitstorte backen, denn das bringt Unglück. In der Regel besteht eine Hochzeitstorte aus fünf Etagen, die die Geburt, Kommunion bzw. Konfirmation, die Heirat, den Kinderreichtum und den Tod symbolisieren. Wünscht sich das Brautpaar einen reichen Kindersegen, sollten sie sich über der Hochzeitstorte küssen, aber bitte ohne sie zu berühren der sie gar umzustoßen. Die obere Etage der Hochzeitstorte wird nicht bei der Hochzeit gegessen, sondern eingefroren. Dieses Stück kommt zum ersten Hochzeitstag auf den Tisch. Möchte man diesem Brauch nachgehen, sollte man dem Konditor bescheid geben, denn nicht alle Zutaten sind so lange haltbar. Da nicht jeder eine große Sahnetorte mag, sind als Hochzeitstorte auch Obstböden und ähnliches erlaubt.
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